Donnerstag, 22. Mai 2014

Epstein-Barr-Virus und Pfeiffersches Drüsenfieber

Epstein-Barr Virus und Pfeiffersche Drüsenfieber


Das Epstein-Barr-Virus könnte die Hauptrolle in einem Hollywood-Blockbuster spielen. Schließlich verbreitet es sich rasend schnell und steckt Menschen aller Altersschichten an. Es wird vermutet, dass etwa 95 Prozent aller Personen, die das dreißigste Lebensjahr erreicht haben und sogar 98 Prozent der Personen über 40 Jahre sind mit dem Virus infiziert.


Das Epstein-Barr-Virus und seine Entdeckung

Das heimtückische Virus wurde 1964 von den Virologen Yvonne M. Barr und Michael Epstein bei der Untersuchung eines Patienten entdeckt. Sie wiesen EBV in B-Lymphozyten nach. Seither trägt das weitverbreitete Virus den Namen seiner beiden Entdecker. Das Virus ist Auslöser des Pfeifferschen Drüsenfiebers (infektiöse Mononukleose), das bei etwa einem Drittel bis der Hälfte aller mit dem Epstein-Barr-Virus infizierten Personen im Verlaufe ihres Lebens ausbricht.


Übertragung des Virus

Das Epstein-Barr-Virus wird in erster Linie über den Speichel übertragen, weswegen die daraus resultierende infektiöse Mononukleose auch häufig als "Kusskrankheit" bezeichnet wird. Wer sich vor einer Übertragung schützen möchte, dem bleibt nichts anderes übrig, als den Kontakt zu bereits infizierten Personen zu meiden. Ein wirksamer Impfstoff zur Prävention wurde bisher leider nicht entwickelt.


Inkubationszeit und Rolle des Immunsystems

Die Inkubationszeit liegt bei Kindern zwischen einer Woche und einem Monat. Bei Erwachsenen ist die Inkubationszeit mit einem Monat bis sieben Wochen deutlich länger. Das Immunsystem reagiert mit der Bildung von Antikörpern auf das Virus. Im zeitlichen Verlauf nach der Infektion treten nur in bestimmten Zeitintervallen verschiedene Antikörper auf. Diese Eigenschaft machen sich die gängigen Tests zur Diagnose zunutze. Ein positiver EBNA-IgG-Test schließt eine frische Infektion mit dem Virus prinzipiell aus, da der Körper die Antikörper erst etwa vier Wochen nach dem Infektionszeitpunkt bildet.


Krankheitsverlauf beim Pfeifferschen Drüsenfieber

Das Pfeiffersche Drüsenfieber hat in den meisten Fällen einen gewöhnlichen Verlauf. Die erkrankten Personen klagen über grippeähnliche Symptome, die sich durch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Entzündungen im Hals- und Rachenraum, Anschwellen der Lymphknoten, Appetitlosigkeit und Übelkeit zeigen können. Diesem Umstand zufolge wird die Erkrankung gelegentlich mit einem gewöhnlichen grippalen Infekt oder einer Streptokokken-Angina verwechselt. Die verschriebenen Antibiotika sind wirkungslos und können bei Patienten unangenehme Nebenwirkungen, wie beispielsweise Hautausschlag am ganzen Körper, gefolgt von schlimmen Juckreizen, auslösen. Im Regelfall ist die Krankheit nach wenigen Tagen bis zwei Wochen überstanden. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Erkrankung chronisch verläuft und sich über Monate oder sogar Jahre hinzieht.


Die Krankheit überwinden

Wer am Pfeifferschen-Drüsenfieber erkrankt ist, der sollte sich absolute Bettruhe verordnen. Sportliche Aktivitäten sind unbedingt zu vermeiden, da der Körper seine ganze Energie auf die Bekämpfung der Krankheit konzentrieren muss, um so eine schnellstmögliche Genesung zu ermöglichen. Der Flüssigkeitsverlust wird durch das Trinken von Wasser und warmem Tee kompensiert. In etwa 10 Prozent der Erkrankungen mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber liegt auch ein bakterieller Infekt im Hals- und Rachenraum vor, dem standardmäßig mit einem Antibiotika zurande gekommen wird. Allerdings sollte der Arzt beachten, dass gewisse Antibiotika aufgrund ihrer Nebenwirkungen nicht verschrieben werden sollten.


Komplikationen bei einer Erkrankung

In seltenen Fällen treten Komplikationen im Krankheitsverlauf auf. Bekannt sind infektiöse Blutarmut und Blutplättchenarmut, Lungen-, Nieren- und Herzmuskelentzündungen, Anschwellen innerer Organe (insbesondere Milz und Leber) und Gehirnentzündungen. Weist der Patient Symptome dieser Art auf, ist er umgehend in ein Krankenhaus zu bringen!


Wer das Pfeiffersche Drüsenfieber überwunden hat, ist für den Rest seines Lebens immun gegen eine erneute Erkrankung. Er kann aber weiterhin gesunde Menschen mit dem Virus infizieren, da der Erreger lebenslang im Körper persistiert.




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