Früher oder später kommt nahezu jeder in seinem Leben mit dem Epstein-Barr-Virus in Berührung.
Schätzungsweise haben sich über 95% der Erwachsenen, die ein Lebensalter von über 30 Jahren erreicht haben, und 98% der Erwachsenen, die ein Alter von über 40 Jahren erreicht haben, bereits mit dem HHV 4 infiziert.
Entdeckung des EBV und des Pfeifferschen Drüsenfiebers
In den 1960er-Jahren wurde das doppelsträngige DNA-Virus von den Virologen Michael Epstein und Yvonne M. Barr im Zuge einer Routineuntersuchung eines Patientens in B-Lymphozyten entdeckt. Mittlerweile ist klar, dass das Virus Verursacher der infektiösen Mononukleose (Pfeiffersches Drüsenfieber) ist, an der etwa die Hälfte der infizierten Menschen irgendwann einmal in ihrem Leben erkranken.
Vorbeugung gegen eine Infektion
Das Epstein-Barr-Virus wird in erster Linie über den Speichel übertragen. Weitere Übertragungswege sind das Blut in Folge einer Bluttransfusion oder ungeschützter Geschlechtsverkehr. Da es keinen Impfstoff gegen das EBV bzw. das Pfeiffersche Drüsenfieber gibt, bleibt einem nichts anderes übrig, als den Kontakt zu infizierten Personen zu meiden, um eine eigene Erkrankung zu verhindern.
Fehldiagnosen und daraus resultierende Probleme
Nicht selten erkennen Mediziner das Pfeiffersche Drüsenfieber nicht und halten es stattdessen für eine Streptokkoken-Angina, da die Symptome der Krankheit sehr ähnlich sind. Bei einem gewöhnlichen Krankheitsverlauf sind dies vor allem Fieber, Müdigkeit, Schwindel, Anschwellen der Lymphknoten, ein entzündeter Hals- und Rachenraum, trockener Husten, Übelkeit und Kopfschmerzen. Fatal ist, dass es bei einer Fehldiagnose zur Verschreibung und Einnahme von Antibiotika kommt, die bei Patienten häufig unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen. Solche Nebenwirkungen könnten sich durch eine leichte Rötung der Haut bis hin zum schrecklich juckenden Hautausschlag am ganzen Körper bemerkbar machen.
Folgen einer Infektion mit dem EBV und Therapie
Bei etwa 30-60% aller mit dem Epstein-Barr-Virus infizierten Personen kommt es im Laufe ihres Lebens zum Ausbruch des Pfeifferschen Drüsenfiebers. Die Inkubationszeit liegt bei Kinder zwischen einer Woche und 30 Tagen und bei Erwachsen zwischen vier und sieben Wochen. Bei einem gewöhnlichen Verlauf treten grippeähnliche Beschwerden auf, die sich vorrangig durch Fieber, Schlappheit und einer Hals- und Mandelentzündung zeigen. Die Betroffenen bekämpfen die Krankheit am besten, wenn sie sich absolute Bettruhe verordnen und ihrem Körper die Chance geben, die Krankheit mit aller Macht zu bekämpfen. Die Erkrankten sollten viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Fiebersenkende Mittel können unterstützend eingesetzt werden. In wenigen Fällen muss der Körper ebenfalls einen bakteriellen Infekt überwinden, der in der Regel mit Antibiotika angegangen wird. Bei der Auswahl des Medikaments muss der Arzt darauf achten, dass bestimmte Präparate (Ampicillin, Amoxicillin) nicht eingesetzt werden sollten, da sie zu unangenehmen Nebenwirkungen führen.
Ungewöhnlicher Krankheitsverlauf
Im Normalfall bekommt der Körper die Krankheit nach wenigen Tagen bis Wochen in den Griff. Es gibt jedoch leider auch Fälle, in denen die Krankheit sehr beschwerlich oder sogar chronisch verläuft. Die Erkrankten leiden über Monate und Jahre an Erschöpfung, Gliederschmerzen und Fieber und können sogar in eine depressive Verstimmung abrutschen. Hin und wieder treten auch Komplikationen wie Gehirnentzündung, infektiöse Blutplättchen- und Blutarmut, Anschwellen innerer Organe oder Entzündung von Herzmuskel und Leber auf.
Der Körper bildet nach einer Infektion Antikörper gegen das Virus. Wer die Krankheit überwunden hat, hat sie für immer los und ist für den Rest seines Lebens immun dagegen.
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