Samstag, 26. April 2014

Symptome und richtige Behandlung des Pfeifferschen Drüsenfiebers

Das Epstein-Barr-Virus ist ein doppelsträngiges DNA-Virus, das zur Familie der Herpesviridae gezählt wird. Es wurde 1964 von den beiden Virologen Michael Epstein und Yvonne M. Barr entdeckt, als sie bei der Untersuchung eines Patienten das Virus in B-Lymphozyten nachweisen konnten.


Übertragungswege und Verbreitung

Das Virus ist eines der am weitesten verbreiteten Viruserkrankungen überhaupt. In erster Linie wird das Epstein-Barr-Virus über den Speichel übertragen, es ist aber auch eine Infizierung durch eine Bluttransfusion oder über ungeschützten Geschlechtsverkehr möglich. Statistiken zufolge sind etwa 98 Prozent aller Menschen, die das 40. Lebensjahr erreicht haben, mit dem Virus infiziert.


Epstein-Barr-Virus und Pfeiffersches Drüsenfieber

Bei etwa der Hälfte aller mit dem EBV Inifzierten kommt es im Laufe ihres Lebens zum Ausbruch der meist harmlos verlaufenden infektiösen Mononukleose (Pfeiffersches Drüsenfieber), die aufgrund der Übertragbarkeit des Epstein-Barr-Virus durch Speichel häufig auch Kusskrankheit oder kissing disease genannt wird.


Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers

Die Inkubationszeit liegt bei Kindern mit sieben bis 30 Tagen etwas niedriger als bei Erwachsenen: Hier liegt die Inkubationszeit in der Regel bei etwa ein bis zwei Monaten. Bei Kindern verläuft die Krankheit in den meisten Fällen ohne das Auftreten von Symptomen, während Jugendliche oder Erwachsene häufig unter grippeähnlichen Symptomen leiden. Insbesondere Fieber, Halsschmerzen, Anschwellen der Lymphknoten, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, trockener Husten, Bauch- und Kopfschmerzen, Schlappheit und Schüttelfrost sind die gängigsten Indikatoren für das Vorliegen eines Pfeifferschen Drüsenfiebers. Wer die Krankheit überwunden hat, wird das EBV zwar lebenslang in sich tragen, jedoch für den Rest seines Lebens immun gegen einen erneuten Ausbruch der Krankheit sein.


Diagnose des Pfeifferschen Drüsenfiebers

Da das Pfeiffersche Drüsenfieber ähnliche Symptome wie verschiedene andere Erkrankungen (z. B. Streptokokken-Angina) aufweist, wird es gelegentlich von Ärzten nicht erkannt und eine Fehldiagnose gestellt. Dies kann für den Patienten speziell dann ärgerlich sein, wenn er Antibiotika verschrieben bekommt, diese nach Packungsanleitung anwendet und dann mit Nebenwirkungen zu kämpfen hat. Bestimmte Antibiotika verursachen einen unangenehmen Hautausschlag am ganzen Körper des Patienten, welcher in der Regel von einem schlimmen Juckreiz begleitet wird. Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird in erster Linie durch die vom Körper gebildeten Antikörper gegen das Virus nachgewiesen. Dabei muss der Arzt wissen, dass bestimmte Typen von Antikörpern unmittelbar nach der Infektion mit dem Virus auftreten, andere hingegen erst mehrere Wochen später nachweisbar sind. Wird beispielsweise ein Antikörper identifiziert, der erst einige Wochen nach dem Infektionszeitpunkt auftritt, kann eine Neuinfektion mit dem Virus ausgeschlossen werden.


Behandlung des Pfeifferschen Drüsenfiebers

Das Pfeiffersche Drüsenfieber stellt Ärzte in vielerlei Hinsicht vor ein Rätsel. Es gibt kein spezielles Präparat, das gegen die Krankheit eingesetzt werden kann. Da die Krankheit jedoch grippeähnlich verläuft, sollte der Patient sich eine absolute Bettruhe verordnen. Der Flüssigkeitsverlust wird am besten durch Trinken von ausreichend Tee und Wasser ausgeglichen. Verschlimmert sich das Krankheitsbild und treten Komplikationen wie eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung, Blutplättchen- oder Blutarmut oder eine Schwellung innerer Organe auf, sollte unbedingt der Notarzt informiert werden oder der direkte Weg ins Krankenhaus aufgesucht werden.


Das Pfeiffersche Drüsenfieber kann einen Erkrankten über Tage und Wochen ans Bett fesseln. Treten zusätzlich noch Komplikationen durch fehlerhafte Behandlung oder aus sonstigen Gründen auf, ist die Überwindung der Krankheit doppelt schwer. Wer es allerdings geschafft hat, wird den Rest seines Lebens nichts mehr mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber zu tun haben.


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