Sonntag, 16. November 2014

Die chronische Epstein-Barr-Virus Infektion

Wahrscheinlich ist die Krankheit eher durch die Bezeichnung „Pfeiffersches Drüsenfieber“ , aber vielmehr noch als „Kusskrankheit“ bekannt. Das kommt daher, weil die Übertragung auch als Tröpfcheninfektion über den Speichel erfolgt und somit auch durch Küsse. Allerdings ist auch eine Übertragung bei sexuellen Kontakten möglich. Das Virus selbst ist ein Humanes-Herpes-Virus 4, auch HHV 4 genannt. Die beiden englischen Virologen Michael Epstein und Yvonne M. Barr haben es in B-Lymphozyten bei einem Patienten aus Afrika gefunden, der an einem Burkitt-Lymphom gelitten hat.


Infektion und Diagnose


In den meisten Fällen infizieren sich bereits Kinder mit dem Epstein-Barr-Virus . Doch bei ihnen machen sich nicht gleich die bekannten Symptome bemerkbar, wie bei den Erwachsenen, diese erkranken öfter am Pfeifferschen Drüsenfieber. Erst bei Jugendlichen und Erwachsenen die sich infizieren kommt es bei bis zu 60 % zum Ausbruch des Pfeifferschen Drüsenfieber, auch infektiöse Mononukleose genannt. Es ist bekannt, dass fast jeder Mensch das Virus in sich trägt, spätestens im Alter von 40 Jahren haben 98 % der Menschen sich damit infiziert. Wie beim Herpes Virus typisch, bleibt auch das Epstein-Barr-Virus ein Leben lang im Körper des Menschen und ebenso kann es mal aktiv werden und dann wieder für eine Zeit ruhen. Wenn das körpereigene Immunsystem intakt ist, merkt der Betroffene eine solche Aktivierung in der Regel gar nicht. Es hält das Virus in Schach und sorgt für die Eindämmung der Anzahl.


In dem Fall, wo ein Mensch jedoch ein geschwächtes Immunsystem hat, weil er vielleicht gerade eine schwere Erkrankung wie Krebs durchleidet oder auch HIV-infiziert oder ein Organ transplantiert bekommen hat, kann es durch die unterdrückte Immunabwehr zu einer unkontrollierten Vermehrung kommen. Das ist auch ein Grund, warum die Medizinforschung hier einen Zusammenhang zwischen bestimmten Erkrankungen, wie Lymphdrüsenkrebs, Burkitt-Lymphom oder andere Lymphome sieht. Deshalb sehen die Forscher auch einen Zusammenhang zwischen den humanen Viren, durch die 10 bis 16 % der Menschen an Krebs erkranken.

Weiterhin wird auch vermutet, dass das Epstein-Barr-Virus auch dafür verantwortlich sein könnte, dass Menschen an Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose oder rheumatoide Arthritis erkranken. Im afrikanischen Raum gibt es immer wieder vorkommende Epidemien von Erkrankungen nach dem Burkitt-Lymphom, in Asien gilt eine solche Infektion als Auslöser für Tumore an Nase und Kehlkopf.




Das unterschätzte Epstein-Barr-Virus


Der Nachweis des Epstein-Barr-Virus erfolgt über eine Laboruntersuchung des Blutes. Bei Vorliegen einer Infektion ist der Anteil an Lymphozyten fast immer erhöht. Auch die charakteristische Veränderung der mononukleären Zellen, die Pfeiffer-Zellen, sorgen für eine eindeutige Zuordnung zum Pfeifferschen Drüsenfiber. Die Leberwerte können ebenso erhöht sein. Soll eine akute Erkrankung nachgewiesen werden, ist ein Schnelltext erforderlich.


Behandlungsmöglichkeiten


Die Behandlungsmöglichkeiten des Epstein-Barr-Virus beschränken sich auf die Behandlung der Symptome. In der Naturheilkunde werden verschiedenen Behandlungsmethoden eingesetzt, in der klassischen Medizin kommen die bei den jeweiligen Beschwerden einsetzbaren Medikamente bzw. Behandlungen zum Zuge. Wahrscheinlich ist der Nachweis an der Erkrankung bzw. der Weg zum konkreten Verdacht der schwierigste Teil. Die Beschwerden sind bei mehreren Krankheiten gleich und müssen nicht unbedingt mit der Pfeifferschen Drüsenfieber in Verbindung gebracht werden. Außerdem haben fast 100 % der erwachsenen Menschen über 40 Jahre das Virus im Körper und so könnte man praktisch jeden bei Vorliegen der typischen Symptome verdächtigen, an der Erkrankung zu leiden.


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